Für Kinder geeignet?

Ich habe Erfahrungen bei der Anwendung der Methode bei Jugendlichen.

Es ist so, dass die Negativ- sowie Positiv-Szenen wirken, sobald man die Emotionen wie Ekel usw. beim Hören spürt. Meine Erfahrung ist, dass Jugendliche ab dem Alter von ca. 10-12 Jahren schon das Verständnis eines Erwachsenen haben, das kannst Du z.B. daran beobachten, dass Dein Kind die gleichen Fernsehsendungen wie Du ansieht und diese z.B. kommentiert oder auf Deine Nachfrage korrekt beschreiben kann, worum es geht. 

Was ich auch beobachtet habe: Jugendliche verlieren viel schneller die Lust. Ich vermute, dass es mehrere Gründe gibt.

Es könnte sein, dass Jugendliche sich nicht 100%ig in die Szenen einfühlen können, etwas verspielte Jugendliche leben oft noch stark in eigenen Fantasie-Welten. Des Weiteren vermute ich, dass die Motivation / das Interesse am dauerhaften Abnehmen nicht so groß ist oder überhaupt vorhanden ist.

Die Wichtigkeit des Themas ist einem Jugendlichen schwerer zu vermitteln, es ist ja selbst bei vielen Erwachsenen so: sehr viele Menschen wissen, wie schädlich Übergewicht für die Gesundheit ist, aber sie reagieren erst wenn es zu spät ist und Organe, Knochen usw. bereits zerstört sind, oft irreparabel.

Aber selbst dieses Wissen ist oft zu schwach, um eine Verhaltensänderung zu bewirken.

Warum? Unser Unterbewusstsein verbindet mit Essen Glücksgefühle und möchte immer mehr davon, ein Suchtprogramm das zu Übergewicht führen kann und durchbrochen werden muss - durch unsere Negativ-Szenen und Positiv-Szenen wird genau das erreicht.

Als Lösung empfehlen wir dem Kind liebevoll zu erklären, worum es hier geht und durch ein gutes und sichtbares Vorbild (das Herzog Audio-Seminar so hören, dass das Kind diese Verhalten beobachten kann, am besten Sie sagen dazu, was sie gerade machen, beim gemeinsamen Mahl den Teller nicht ganz leer essen => sollte bei Ihnen automatisch durch die Methode funktionieren, auf zu Süßes, Fettes etc. zunehmend verzichten usw.) 

Jugendliche / junge Menschen sind aus unseren Beobachtungen schneller umprogrammiert, da die (Sucht-)Programme noch nicht so alt sind. Das kann man durch die Zusammenhänge im menschlichen Körper gut erklären: Verhalten speichert unser Gehirn durch sog. nervliche Verbindungen.

Je öfter man ein Verhalten bereits praktiziert hat, umso dichter und zahlreicher sind diese nervlichen Verbindungen. Ein Verhalten, das man täglich über Jahrzehnte praktiziert hat ist vergleichbar von der Struktur im Gehirn mit einer vielbefahrenen Autobahn: groß, breit, schnell, viele Autos fahren hin-und her.

Ein Verhalten, dass neu gelernt wurde (eine neue Bewegungsabfolge beim Tanzanlernen, ein neue Sprache oder irgendetwas anderes Neues) ist eher vergleichbar mit einem staubigen, nicht-gepflasterten, selten benutzten Waldweg, der zwar sichtbar ist, aber nicht wirklich stark. Es ist mühselig darauf zu fahren, der Weg ist nicht ganz klar, weil schnell Gras über den Landweg wächst und es ist viel mühsamer voranzukommen.

Man kann also schnell auch mal woanders entlang laufen, das macht kaum Unterschied und man ist auch eher bereit mal einen anderen Weg auszuprobieren. Bei Kindern sind viele Verhaltensweisen noch sehr schwach ausgeprägt (Waldweg) und können daher einfacher und schneller geändert werden. Hinzu kommt, dass die Geschwindigkeit mit der diese nervlichen Verbindungen gebaut werden, umso schneller sind, je jünger man ist. 

Kinder und Jugendliche sind, was die Möglichkeit angeht Gefühle wahrzunehmen, diese intensiv zu spüren und auszuleben, Erwachsenen weit überlegen. Das ist sehr gut für die Chancen der Wirksamkeit der Herzog-Methode: wenn man beim Hören die Gefühle stärker spürt, dann wirkt die Methode auch besser.

Insbesondere die Positiv-Szenen können hier langfristig gesunde Programmierungen in den Jugendlichen installieren: in den Positiv-Szenen wird Bewegung, Wasser trinken, Salat essen usw. mit guten Gefühlen verbunden, wenn Kinder und Jugendliche das schon in frühen Jahren lernen, kann das einen sehr guten Einfluss auf Ihr ganzes Leben haben. 

Noch eine schöne Rückmeldung, die ich von einem 12-jährigen per Brief erhalten haben. Er hat die Herzog-Methode mit seiner Mutter angewendet und vor dem Audio-Seminar literweise täglich Coca-Cola getrunken.

Als er dann wieder mit seinen Freunden im Jugendcafé unterwegs war, kam der Kellner an und fragte: „Möchtest du wieder eine Cola“, er hat, wie er es gewohnt war, einfach Ja gesagt und die Cola bestellt. In dem Moment wurde ihm bewusst, dass er eigentlich gar keine Cola mehr mag und als die Cola dann kam, konnte er sie nicht trinken, weil das ihm zu widerlich war und ließ sie stehen. 

Bei ihm hat die Methode wunderbar funktioniert und das im Alter von 12 Jahren. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir hier von einzelnen Erfahrungen sprechen und keine Garantie übernehmen können, dass das bei jedem Audio-Seminar Hörer genauso funktioniert, insbesondere bei Jugendlichen haben wir nur vereinzelt Erfahrungen.

 

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